Masuren und die Masurische Seenplatte

 

Nikolaiken-Mikołajki-Hausboote-in-Polen,-Masuren Als sich die letzte Eiszeit aus Europa zurückgezogen hat, hat sie uns ein landschaftliches Juwel hinterlassen: Masuren. Dort, wo sich einst riesige Eismassen über das Land schoben, bezaubern heute sanfte Hügel, fruchtbare Wiesen und stille Seen die Menschen immer wieder aufs Neue.

Die Masuren befinden sich im nordöstlichen Teil Polens an den Grenzen zu Litauen, Weißrussland und der Oblast Kaliningrad. Das Herz dieses Gebietes ist die Masurische Seenplatte, die sich in ihrer Gesamtausdehnung über rund 1.700 Quadratkilometer erstreckt und mehr als 3.000 Seen beherbergt. Viele dieser Seen sind untereinander durch natürliche Flussläufe oder Kanäle verbunden, so dass sich Masuren auch hervorragend für längere Bootswanderungen eignen.

Die beiden größten Seen der Masurischen Seenplatte sind der Spirdingsee und der Mauersee. Beide sind über 100 Quadratkilometer groß. Um die hervorragende Wasserqualität in Polens größtem Süßwasserreservoir zu erhalten, ist fast die Hälfte der Masurischen Seenplatte ein Naturschutzgebiet. Das Fischen ist jedoch an vielen Stellen erlaubt, und Angler aus ganz Europa rühmen die Qualität des Masurischen Fisches.

Aber die Masurische Seenplatte hat noch mehr zu bieten als ihre ursprüngliche Natur: mehrere bezaubernde kleine Städtchen – natürlich am Wasser gelegen – laden zum Bummeln und Verweilen ein.

Węgorzewo liegt direkt am Mauersee und hat etwa 12.000 Einwohner. Die nördlichste Stadt der Masuren wurde nach den Aalen (auf Polnisch: węgorz) benannt, die es hier schon immer in großer Zahl gegeben hat. Die Besiedlung des Gebietes begann im 14. Jahrhundert, das Stadtrecht wurde im Jahr 1571 verliehen. Besonders sehenswert sind in Węgorzewo die beiden Kirchen, St. Peter und Paul und die Kreuzkirche, der Segelhafen sowie das Schloss aus dem 14. Jahrhundert.

Giżycko liegt etwa 20 Kilometer südlich von Węgorzewo und ist mit rund 32.000 Einwohnern die größte Stadt der Masurischen Seenplatte. Das Stadtrecht erhielt der Ort im Jahr 1612. In Giżycko lohnt sich ein Spaziergang am Kanal, der von einer Drehbrücke überspannt wird. Auch der Yachthafen, die Feste Boyen und ein zum Café umgebauter historischer Wasserturm sind beliebte Ausflugsziele. In der Nähe von Giżycko befindet sich ein kleines masurisches Dorf Wilkasy, wo man die Hausboote von MasurenRad.de mieten kann.

Mikolajki war lange Zeit ein kleines Fischerdorf, bis es im Jahr 1726 das Stadtrecht verliehen bekam. Auch heute zählt das Örtchen nur etwa 4.000 Einwohner, ist aber wegen seiner malerischen Lage zwischen zwei Seen ein vielbesuchter Urlaubsort. Das Zentrum besticht mit zahlreichen Fachwerk- und Backsteinbauten, die teils original erhaltenen und teils geschickt hinzu gebaut worden sind. Besonders schön ist auch die Uferpromenade mit ihren zahlreichen Cafés und Kneipen.

Im nur knapp 3.000 Einwohner zählenden Ryn ist es vor allem die Ritterburg aus dem 14. Jahrhundert, die immer wieder die Besucher in ihren Bann zieht. Außerdem gibt es hier eine im holländischen Stil erbaute Windmühle aus dem 19. Jahrhundert zu bestaunen, von der aus man einen herrlichen Blick über das Tal und den See hat.

Auf der Karte sehen Sie Wilkasy ein Dorf, wo Sie unsere Hausboote übernehmen können.

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